Saint-Nazaire und Umgebung

Die Côte d'Amour

1911 schrieb eine Wochenzeitschrift einen Wettbewerb aus, bei dem es darum ging, einen passenden Namen für den Küstenabschnitt zwischen Saint-Nazaire und Le Croisic zu finden. Die Leser hatten u. a. die Wahl zwischen "Sirenenbucht", "Bernsteinküste" oder "Blaue Küs-te". Mit Côte d'Amour trug schließlich die Liebe den Sieg davon. Auf diesem Küstenabschnitt ist die Landschaft sehr vielfältig, und bei Saint-Nazaire findet man kleine, von steilen Felsen umrahmte Sandbuchten.Daran schließt sich die Bucht von La Baule mit ihrem 9 km langen, feinsandigen Strand an, der als einer der schönsten in ganz Europa gilt. Im weiteren Verlauf zwischen Pouliguen und Le Croisic wird die zerklüftete Küste von Westwinden gepeitscht.

Die Salzgärten

In einer Landschaft aus Schlick, flachen Becken, Zuflußrinnen und Verdunstungsbecken erstrecken sich auf 1.800 Hektar Fläche der Halbinsel Guérande zwischen dem Meer und dem Moor La Brière die Salzgärten, so weit das Auge reicht. In diesem von Menschenhand geschaffenen Labyrinth aus Wasser und Lehmumfriedungen hat sich die Kunst der Salzge-winnung über Jahrhunderte hinweg erhalten. Das weiße Gold, wie man es früher nannte, das aus dem Meer stammt und unter der Einwirkung von Sonne und Wind entsteht, ist auch heu-te noch etwas Besonderes, da es noch immer wie schon vor über 1.000 Jahren von Hand abgeschöpft wird.

La Brière

Tausende Hektar Torfmoor, Feuchtwiesen, Kanäle: La Brière ist ein lebendes Kulturdenkmal von 40.000 Hektar Fläche, das seit 1970 unter Naturschutz steht. Der regionale Park La Brière umfaßt 21 Kommunen, darunter Saint-Nazaire. In seinen weiden- und schilfbestandenen Weiten finden wir eine außergewöhnliche Fauna. Um die Inseln herum sind Kähne vertäut, die mit ihren Fischreusen nur auf den Angler warten. Auf den Dämmen, auf denen sich scha-renweise Gänse und Enten niederlassen, trocknen Strohbündel. In den Weilern werden die Strohbündel um die Backöfen herum aufgestellt.